„Regatta“

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Regatta – Grundlegende Bedienung

Diese Beschreibung gilt für Regatta Version 2.0 (Oktober 2026).

Regatta ist ein Programm für Windows (Windows 10 und 11), welches die Verwaltung, Buchführung und Auswertung einer Segelregatta, wie sie im RC-Bereich üblich ist, durchführt und unterstützt. Unter Windows 7 und 8.1 sollte es ebenfalls laufen, das ist aber nicht getestet; Windows XP wird von der aktuellen Version nicht mehr unterstützt. Es übernimmt die Gruppeneinteilung, berechnet nach jedem Lauf die Punkte und die Gruppen für den nächsten Lauf, führt den Punktestand samt Streichern und druckt Startaufrufe, Laufergebnisse, Punktestände, Endstand und Urkunden.

Das Programm ist dabei so gestaltet, dass selbst ungeübte Personen an der Startstelle am See die entsprechende Arbeit nach kurzer Einweisung durchführen können und dabei kaum bis keine Fehler machen können.

Das Programm ist mittlerweile vielfach in Europa im Einsatz und hat sich mit der gegebenen Zielsetzung bewährt. Seine Ursprünge gehen auf eine Zeit zurück, in der Windows XP gerade aktuell war, und in seinen Grundzügen wurde es seither nicht wesentlich verändert. Der Autor sieht auch keine wirkliche Notwendigkeit, die Modeströmungen, die seitdem in den Benutzeroberflächen Einzug gehalten haben, mitzumachen. Hauptaugenmerk liegt auf einer auch für Ungeübte einfachen Bedienung. Zusätzliche Schnörkel sucht man vergebens.

Die Arbeitsabläufe unterteilen sich in drei große Themenkreise:

  • Erfassung der Teilnehmer im Vorfeld einer Regatta
  • eventuelle Nachkorrekturen am Tag der Regatta sowie Erfassung der Zieleinläufe, wobei das Programm die Gruppenverteilung nach dem gewählten Wertungssystem bestimmt
  • Drucken der Ergebnisse sowie Drucken bzw. Vervollständigen von vorgedruckten Urkunden

Inhalt

1. Das Grundprinzip

Eine Regatta ist eine Datei mit der Endung .rgt. Sie enthält die Eigenschaften der Regatta, alle Teilnehmer, das gewählte Wertungssystem und alle Läufe mit ihren Ergebnissen. Es können mehrere Regatten gleichzeitig geöffnet sein.

Bei größeren Teilnehmerfeldern segeln nicht alle gleichzeitig. Jeder Lauf (Durchgang) besteht aus mehreren Gruppen (A, B, C …), die nacheinander starten. Ein Lauf ist abgeschlossen, wenn für alle seine Gruppen der Zieleinlauf eingegeben ist.

Die Einteilung des ersten Laufs ergibt sich aus den Losnummern. Für jeden weiteren Lauf berechnet das Programm die Gruppen aus den Ergebnissen – nach welchen Regeln, bestimmt das Wertungssystem (Flottensystem, MSS-System oder HMS-System).

Wie beim Segeln üblich gilt: weniger Punkte sind besser. Der Punktestand berücksichtigt nur vollständig abgeschlossene Läufe. Ab einer einstellbaren Anzahl von Läufen werden die schlechtesten Ergebnisse jedes Teilnehmers gestrichen.

Nach jeder Eingabe rechnet das Programm sofort neu: Punkte, Streicher, Rangfolge und – sobald ein Lauf vollständig ist – die Einteilung des nächsten Laufs. Auf Wunsch speichert es danach automatisch, druckt und lädt den Zwischenstand auf einen Webserver.

2. Eine neue Regatta anlegen

Ehe die Teilnehmer einer Regatta erfasst werden, muss die Regatta zunächst erzeugt werden: Menüpunkt „Datei / Neu“.

Das Programm fragt die grundlegenden Eigenschaften der Regatta ab. Wichtig sind der „Name der Regatta“ und die (Boots-)“Klasse“, tauchen diese beiden Informationen doch auf den meisten Ausdrucken auf. Beim „Veranstalter“ wird der veranstaltende Verein eingetragen. Die Namen der Personen in der Startstelle bzw. die der Beobachter und der Jury haben mehr dokumentarischen Charakter und werden oft einfach leer gelassen.

Wertungssystem, Gruppen usw. werden erst beim Starten der Regatta festgelegt, wenn die Teilnehmerzahl feststeht.

Nach OK fragt das Programm nach einem Dateinamen. Das ist wichtig: Regatta speichert nach jeder Änderung automatisch in diese Datei, so dass bei einem Rechnerabsturz oder Stromausfall am See der letzte Stand immer erhalten bleibt.

Alle Angaben lassen sich später über den Menüpunkt „Regatta / Eigenschaften“ ändern.

3. Teilnehmer erfassen

Die Erfassung der Teilnehmer findet vorzugsweise in den Tagen und Wochen vor der eigentlichen Regatta statt. Unmittelbar vor der Regatta kann die Teilnehmerliste noch überarbeitet werden, um zum Beispiel nicht gemeldete Teilnehmer nachzutragen oder nicht angereiste Teilnehmer zu entfernen.

Zuständig dafür ist der Teilnehmer-Dialog, der über den Menüpunkt „Regatta / Teilnehmer“ erreicht wird. Über die Schaltflächen „Neu“ bzw. „Löschen“ wird ein neuer Teilnehmer erzeugt bzw. der ausgewählte Teilnehmer gelöscht. Die Daten des ausgewählten Teilnehmers werden unten links bearbeitet:

  • Name bzw. Vorname: Es hat sich bewährt, diese beiden Informationen zu trennen, um ein einheitliches Schema Familienname/Vorname in den Listen und Ausdrucken zu gewährleisten. In manchen Einsätzen werden die Familiennamen zusätzlich einheitlich in Großbuchstaben geschrieben, um sie auf den Ausdrucken eindeutig erkennen zu können. Gerade bei Teilnehmern aus anderen Sprachkreisen ist das sonst für Sprach- und Kulturunkundige oft schwierig – in China etwa wird der Familienname an erster Stelle genannt, im deutschen Sprachraum üblicherweise der Vorname.
  • Verein: Die Angabe ist nicht unbedingt notwendig, wird aber von den Teilnehmern meist als nette Geste empfunden, wenn der Name ihres Vereins auf den Ausdrucken auftaucht. Ein bereits eingegebener Verein kann aus der Liste gewählt werden.
  • Segelnummer: Die Segelnummer dient im Programm zur Identifikation eines Teilnehmers. Bei den Zieleinläufen schreibt die Startstellenmannschaft normalerweise nur die Segelnummern mit. Es ist daher unumgänglich, dass die Segelnummer mit der Beschriftung im Segel übereinstimmt. Da dies nicht immer der Fall ist, gibt es zwei Segelnummern. Die erste ist die Segelnummer, die dem Segler zugewiesen wurde. Die zweite ist die Nummer, die bei dieser Veranstaltung tatsächlich auf seinem Schiff steht, falls sie abweicht – etwa weil er sich ein Schiff ausgeliehen hat oder zwei Teilnehmer dieselbe Nummer haben. Ist die zweite Segelnummer eingetragen, verwendet das Programm sie überall dort, wo es um die Abwicklung am See geht: im Hauptfenster, im Zieleinlauf, auf Startaufrufen, Laufergebnissen, Punktestand und Teilnehmerliste sowie beim FTP-Upload. Endstand, Urkunden und Laufübersicht enthalten dagegen die zugewiesene Segelnummer. Man könnte zwar auch einfach die Segelnummer selbst ändern, die Praxis hat aber gezeigt, dass das Zurückändern nach der Regatta oft vergessen wird.
  • Frequenzband und Quarze: Diese Angaben haben an Bedeutung verloren, da die meisten Teilnehmer mittlerweile mit 2,4-GHz-Anlagen fahren, bei denen es keine Kanäle gibt. Bei älteren Anlagen sollten sie korrekt eingetragen werden, damit sie auf der Teilnehmerliste erscheinen und Quarzkollisionen erkannt werden. Die Schaltfläche „Quarzübersicht“ zeigt, wer welche Quarze hat, die Schaltfläche „Kanalzuteilung“ sucht (wenn möglich) eine kollisionsfreie Zuteilung.
  • Jugendlicher und die beiden Ranglisten: Diese Angaben sind von Belang, wenn das Programm entsprechende getrennte Auswertungen machen soll. Die Bezeichnungen der beiden Ranglisten sind frei einstellbar („Bearbeiten / Einstellungen“). Damit ist es zum Beispiel möglich, bei einer internationalen Regatta, die gleichzeitig nationale Meisterschaft ist, ein Endergebnis zu drucken, in dem nur die für diese Meisterschaft berechtigten Teilnehmer auftauchen – und das auch noch getrennt nach Jugendlichen und Senioren.
  • Losnummer: Praktisch alle Wertungssysteme sehen vor, dass die Verteilung der Teilnehmer auf die Gruppen im ersten Lauf nach dem Losprinzip erfolgt. Ausgelost werden kann von Hand, die gezogenen Losnummern werden dann eingetragen. Oder das Programm lost selbst aus (Schaltfläche „Auslosung“). Bei Auslosung von Hand ist darauf zu achten, dass jede Losnummer nur einmal vorkommt. Die Nummern müssen nicht lückenlos aufeinanderfolgen, es reicht, wenn sich eine eindeutige Reihenfolge ergibt. Fehlt eine Losnummer oder ist eine doppelt vergeben, verweigert das Programm den Start der Regatta mit einem entsprechenden Hinweis.

Weitere Schaltflächen: „Datenbank“ öffnet die Seglerdatenbank (siehe Abschnitt 4), „Drucken“ druckt die Teilnehmerliste, „Exportieren“ schreibt sie als Textdatei.

Hinweis zu den Listen: In allen Dialogen mit Listen ist die Titelzeile der Liste gleichzeitig Kommandozentrale für die Sortierung. Ein Klick auf eine Spaltenüberschrift sortiert die Liste nach dieser Spalte – in dieser Reihenfolge wird die Teilnehmerliste auch gedruckt. Das ist praktisch, wenn die Teilnehmerliste für den Aushang mal nach Namen, mal nach Segelnummer sortiert werden soll, oder wenn bei vielen Teilnehmern ein bestimmter gesucht wird. Die Spaltenbreiten lassen sich, wie unter Windows üblich, durch Ziehen an der Trennstelle anpassen. Sie werden vom Programm gespeichert, die Einstellung muss also für einen Bildschirm nur einmal vorgenommen werden.

Änderungen während der Regatta: Jede zu einem Teilnehmer gehörende Information kann zu jedem Zeitpunkt geändert werden und wird sofort bei allen Anzeigen und Ausdrucken berücksichtigt. Lediglich das Hinzufügen bzw. Entfernen eines Teilnehmers ist problematisch, weil sich dadurch die Gruppenverteilungen massiv verändern. Siehe dazu Abschnitt 5.

Teilnehmer aus der Wertung nehmen: Im Zweifel ist es besser, einen Teilnehmer zunächst „mitlaufen“ zu lassen, selbst wenn er dann nicht auftaucht. Um ihn nicht in den Ausdrucken erscheinen zu lassen, gibt man ihm im Zieleinlauf von Hand so viele Punkte, dass er insgesamt auf 5000 oder mehr kommt. Er erscheint dann nicht mehr im Punktestand, im Endstand, in Startaufrufen und Laufergebnissen. In der Teilnehmerliste bleibt er stehen.

4. Die Seglerdatenbank

Die Seglerdatenbank sammelt Segler unabhängig von einer bestimmten Regatta. Wer regelmäßig dieselben Teilnehmer hat, gibt sie einmal ein und übernimmt sie bei jeder neuen Regatta mit wenigen Klicks.

Geöffnet wird sie im Teilnehmer-Dialog mit der Schaltfläche „Datenbank“:

  • Neu / Löschen: Segler in der Datenbank anlegen oder entfernen
  • aktuellen Segler in die Regatta übernehmen: übernimmt den ausgewählten Segler als Teilnehmer (geht auch mit einem Doppelklick)
  • Segler aus der aktuellen Regatta in die Datenbank aufnehmen: legt alle Teilnehmer der Regatta, die noch nicht in der Datenbank sind, dort ab; bei bereits vorhandenen werden Verein, Frequenzband und Quarze aktualisiert. Familiennamen speichert die Datenbank in Großbuchstaben.
  • Beenden: speichert die Datenbank und schließt den Dialog

Die Seglerdatenbank ist die Datei SailDB.json im Ordner Dokumente\Regatta. Bis Version 1.57 hieß sie SailDB.DAT; eine solche übernimmt Regatta beim ersten Öffnen der Seglerdatenbank automatisch, die alte Datei bleibt dabei unverändert.

5. Die Regatta starten und das Wertungssystem wählen

Ist die Regatta erzeugt und sind die Teilnehmer erfasst, rückt am Regattatag irgendwann der erste Start näher. Jetzt wird die Regatta gestartet: Menüpunkt „Regatta / Start“.

Damit eine Regatta gestartet werden kann, müssen alle Teilnehmer über eine gültige Losnummer verfügen. Das Programm prüft dies und weist gegebenenfalls darauf hin; die Losnummern werden dann im Teilnehmer-Dialog nachgetragen.

Jetzt werden die noch fehlenden Eigenschaften der Regatta festgelegt. Die erste grundlegende Entscheidung betrifft das Wertungssystem. Zur Verfügung stehen:

  • Flottensystem: Dieses System war noch vor einigen Jahren das in Europa übliche. Nach drei Einteilungsläufen, in denen die Gruppen jeweils neu gemischt werden, beginnen die Hauptläufe. Nach jedem kompletten Durchgang steigen die Besten einer Gruppe in die nächsthöhere Gruppe auf und im Gegenzug die Schlechtesten in die nächsttiefere Gruppe ab. Das ist insofern von Bedeutung, als die Gruppen unterschiedlich bewertet werden: Die Platzierungen werden über alle Gruppen durchgezählt, der Erste der Gruppe B erhält also mehr Punkte als der Letzte der Gruppe A.
  • HMS-System: Dieses System vermeidet einen wesentlichen Schwachpunkt des Flottensystems. Steigt man dort wegen eines technischen Defekts oder sonst unverschuldet in eine tiefere Gruppe ab, kassiert man dafür zweimal eine höhere Punktewertung: einmal im Lauf des Abstiegs und ein zweites Mal, wenn man sich in der tieferen Gruppe so weit vorne platziert, dass man wieder aufsteigt, aber trotzdem deren Gruppenpunkte erhält. Im HMS-System segeln Aufsteiger dagegen sofort, noch im selben Durchgang, in der nächsthöheren Gruppe mit. Durch ihren Aufstieg erhalten sie also noch keine Punktewertung, sondern werden dem Feld der nächsthöheren Gruppe zugeschlagen. Begonnen wird darum jeweils mit der niedrigsten Gruppe. Gerade in den ersten Durchgängen sind die Gruppengrößen manchmal nicht ganz leicht zu durchschauen. Sie sind so ausgelegt, dass Punktegleichheit nicht dazu führen kann, in unterschiedliche Gruppen eingeteilt zu werden. Auch wenn es auf den ersten Blick oft nicht so aussieht: Da geht alles mit rechten Dingen zu.
    Einen kleinen Nachteil hat das HMS-System allerdings, vor allem bei nur zwei Gruppen: Ein Segler, der leistungsmäßig genau an der Grenze zwischen den Gruppen liegt, segelt praktisch jeden einzelnen Lauf mit. Er steigt in Gruppe B ab, segelt dort sofort mit (weil B zuerst startet), steigt wieder auf, segelt anschließend auch den A-Lauf mit, steigt danach wieder ab, und so fort. Es ist schon vorgekommen, dass Teilnehmer 10 oder mehr Läufe direkt hintereinander ohne Pause gesegelt sind.
  • MSS-System: Hier ist die Gruppeneinteilung nur noch eine formale Sache. Es spielt keine Rolle, in welcher Gruppe gesegelt wird, eine Punktebestrafung durch eine vermeintlich „tiefere“ Gruppe gibt es nicht. Stattdessen werden die Teilnehmer aller Gruppen gleich anhand der Einlaufreihenfolge in ihrer Gruppe bewertet. Die Gruppenverteilung im nächsten Durchgang erfolgt durch simples Abzählen in dieser Einlaufreihenfolge, so dass die Teilnehmer ständig durchmischt werden. Im Laufe einer Regatta segelt daher jeder irgendwann einmal mit jedem anderen. Nebeneffekte: Die harten Kämpfe um die begehrten Aufstiegsplätze entfallen. Dafür segeln die Besten auch immer mit den Schwächsten, was insbesondere in der Startphase manchmal zu unnötigen Kontakten führt. Auch bleiben die Punkte im Gesamtergebnis tendenziell näher beisammen, so dass selbst nach vielen Läufen die Punktedifferenzen noch nicht sehr groß sind.

Hat man sich für ein Wertungssystem entschieden, schlägt das Programm selbsttätig eine Anzahl an Gruppen anhand der Teilnehmerzahl vor. Diese ist in den einzelnen Systemen leicht verschieden; beim Flotten- und MSS-System liegt die Grenze bei etwa 22 Teilnehmern pro Gruppe. Eine derartige Gruppengröße ist von einem einzelnen Startstellenleiter allerdings praktisch nicht mehr zu handhaben. Speziell wenig geübte Startstellenleiter sollten deutlich darunter bleiben. Die Anzahl der Gruppen kann daher verändert werden, das Programm bestimmt dann gleich eine neue Verteilung der Teilnehmer auf die Gruppen. Auch diese lässt sich mit „Manuell“ ändern, was im Regelfall aber nicht notwendig ist.

Weiters wird das Punktesystem gewählt: entweder das Low-Point-System, bei dem der Erste 0 Punkte und der Zweite 1,7 Punkte erhält, oder die einfache Wertung mit 1, 2, 3 … Punkten nach Platz. Alle weiteren erhalten in beiden Fällen so viele Punkte wie ihr Platz.

Im selben Dialog lassen sich die Streichresultate und (beim Flottensystem) die Strafpunkte kontrollieren, siehe Abschnitt 8. Die Streicher-Einstellung wird als Vorgabe für die nächste Regatta mit demselben Wertungssystem gemerkt; bei der Installation sind bereits übliche Werte eingetragen. Es schadet aber nicht, sie zu kontrollieren.

Nach OK wird der erste Lauf nach den Losnummern eingeteilt. Damit sind alle Vorarbeiten erledigt.

Wichtig: Ab diesem Zeitpunkt ist die Teilnehmerliste als eingefroren zu betrachten. Wird nach dem Start trotzdem ein Teilnehmer hinzugefügt oder gelöscht, warnt das Programm: Die Regatta muss dann neu gestartet werden, und alle bisherigen Laufergebnisse gehen verloren. Aus logistischen Gründen geht es nicht anders. Wie sollten zum Beispiel Disqualifikationen bewertet werden, bei denen im Prinzip die Anzahl der Teilnehmer als Strafpunkte vergeben wird – gilt die Anzahl vor oder nach der Hinzunahme? Auch kann ein neuer Teilnehmer in manchen Wertungssystemen, vor allem in den ersten Läufen, die komplette Gruppeneinteilung ungültig machen. Ebenso lässt sich das Wertungssystem nach dem Start nicht mehr wechseln; ein erneutes „Regatta / Start“ beginnt die Regatta von vorn.

Fallen dagegen im Laufe der Regatta mehrere Teilnehmer aus oder wird eine Gruppe zu groß, kann der aktuelle, noch nicht gesegelte Lauf mit „Regatta / Gruppenaufteilung ändern“ neu eingeteilt werden (beim Flottensystem ab dem 4. Lauf, beim MSS-System ab dem 2. und beim HMS-System ab dem 3. Lauf).

6. Das Hauptfenster

Für die praktische Arbeit am See hat es sich bewährt, mit dem Menüpunkt „Fenster / Neues Fenster“ ein zweites Fenster zu öffnen und beide mit „Fenster / Nebeneinander“ anordnen zu lassen. Jedes Fenster lässt sich in einem von zwei Modi betreiben: „Punktestand“ oder „Läufe“. Umgeschaltet wird links oben in der Werkzeugleiste des Fensters. Sinnvoll ist es, ein Fenster auf „Punktestand“ zu stellen, um jederzeit den bisher erzielten Stand zu sehen, während sich im Modus „Läufe“ die eigentliche Arbeit des Bedienpersonals abspielt. Wie viele Fenster offen waren und was sie zeigten, wird mit der Regatta gespeichert. In jedem Fenster gibt es eine Schaltfläche mit einem Druckersymbol, die den aktuellen Inhalt des Fensters zum Drucker schickt.

Punktestand: Hier gibt es nicht viel zu sagen. Es handelt sich um die nach Punkten sortierte Liste des aktuellen Zwischenstandes, bereits um die Streicher bereinigt. Berücksichtigt werden nur vollständig vorliegende Durchgänge. Bei Punktegleichheit haben mehrere Teilnehmer denselben Rang.

Läufe: Angezeigt wird die Liste der Teilnehmer einer Gruppe eines Laufes. Für eine Gruppe, die noch nicht gesegelt ist, ist das der Startaufruf, für eine bereits gesegelte das Laufergebnis mit Punkten und der Gruppe im nächsten Lauf. Mit den Schaltflächen in der Werkzeugleiste (oder im Menü „Läufe“) wird zwischen den Läufen und den Gruppen eines Laufes gewechselt, so dass jeder beliebige Lauf und jede Gruppe ansteuerbar ist. Im Normalfall ist das aber nicht notwendig: Das Programm wechselt selbsttätig zur nächsten zu fahrenden Gruppe, sobald ein Zieleinlauf eingegeben wurde.

Die Schrift der Anzeige wird mit „Ansicht / Schriftart“ eingestellt.

7. Den Zieleinlauf eingeben

Die wichtigste Schaltfläche ist die Schaltfläche „Zieleinlauf“ (das Symbol mit der schwarz-weiß karierten Zielflagge, auch im Menü „Läufe / Zieleinlauf“). Sie öffnet den Dialog, in dem der Bediener den Zieleinlauf der angezeigten Gruppe „eingibt“.

Tatsächlich muss dabei so gut wie nie getippt werden. Im linken Teil des Dialogs sind alle Teilnehmer der Gruppe aufgeführt, sortiert nach der Segelnummer (ohne Berücksichtigung einer Nationenkennung wie „GER“). Der Bediener übernimmt die Teilnehmer in der Reihenfolge des Einlaufs mit einem Doppelklick in die eigentliche Einlaufliste rechts. Das Programm ermittelt selbsttätig die Punkte für die Platzierung und die Gruppe im darauffolgenden Durchgang.

Stimmt die Einlaufreihenfolge nicht – sei es, dass sich der Bediener verklickt hat, oder dass die Reihung nachträglich durch die Startstelle oder die Jury verändert wird –, kann eingegriffen werden. Zum einen lässt sich ein einzelner Teilnehmer rechts auswählen und mit den Pfeil-Schaltflächen in der Reihung verschieben. Zum anderen lassen sich für den ausgewählten Teilnehmer unten einstellen:

  • Wertung: normal, DNS (nicht gestartet), DNF (Lauf nicht beendet), FIDRO (disqualifiziert durch die Startstelle), DSQ (disqualifiziert durch die Jury) oder DND (disqualifiziert, nicht streichbar). Teilnehmer mit Sonderwertung werden automatisch hinter die normal gewerteten gereiht.
  • Punkte: die berechneten Punkte lassen sich von Hand festlegen.
  • Neue Gruppe: die Gruppe im nächsten Lauf lässt sich von Hand festlegen.

Das Programm versucht dabei, die Dinge korrekt zu halten. Das ist jedoch nicht immer möglich bzw. läuft manchmal den Absichten der Startstelle zuwider. Deshalb sollte man nach jedem händischen Eingriff die komplette Einlaufliste auf Korrektheit überprüfen!

Mit OK wird der Zieleinlauf übernommen. Er muss nicht in einem Zug eingegeben werden: Ein unvollständiger Einlauf bleibt offen und kann später fertig eingegeben werden. Ist mit der Gruppe der ganze Lauf abgeschlossen, legt das Programm sofort den nächsten Lauf an und springt dorthin.

Auf diese Art werden nacheinander die einzelnen Läufe der Regatta behandelt: Der Zieleinlauf wird erfasst, und das Programm kümmert sich um den Rest, wie die Verteilung der Starter auf die Gruppen des nächsten Durchgangs.

Falsche Gruppe: Weil das Programm darüber Buch führt, wer in welcher Gruppe startet, und im Zieleinlauf nur diese Teilnehmer anbietet, kann sich niemand in einen Zieleinlauf „einschmuggeln“, in dem er gar nicht hätte starten sollen. In der Praxis kommt es manchmal vor, dass Teilnehmer in einer falschen Gruppe mitsegeln. Bemerkt wird das spätestens bei der Eingabe, wenn die Startstelle einen Einlauf notiert hat, den das Programm gar nicht anbietet. Dann bleibt nichts anderes übrig, als diesen Einlauf zu ignorieren; der Teilnehmer muss in seiner richtigen Gruppe noch einmal starten. Ein eventuell gutes Ergebnis lässt sich ihm nicht „gutschreiben“. Das ist auch gar nicht gewollt, denn die Teilnehmer sollten selbst darauf achten, in der richtigen Gruppe zu segeln.

Ältere Läufe ändern: Auch bereits abgeschlossene Läufe können nachträglich geändert werden. Betrifft die Änderung den Lauf vor dem aktuellen, fragt das Programm, ob der aktuelle Lauf neu eingeteilt werden soll. Bei noch älteren Läufen wird nur der Punktestand neu berechnet.

8. Strafpunkte und Streicher

Für die Sonderfälle im Zieleinlauf gilt:

  • DNS, DNF, FIDRO: Punkte wie der letzte Platz in dieser Gruppe plus Zuschlag
  • DSQ: Punkte wie der letzte Platz aller Teilnehmer plus Zuschlag
  • DND: wie DSQ, dieses Ergebnis wird aber nie gestrichen

Den Zuschlag legt der Dialog „Strafpunkte“ fest (Vorgabe: 0 Punkte).

Üblich ist es, nach jedem 5. kompletten Durchgang ein weiteres Streichresultat zuzulassen: Bei jedem Teilnehmer werden dann die jeweils schlechtesten Ergebnisse nicht gewertet. Die Tabelle dazu steht im Dialog „Streicher“ (Vorgabe beim Flotten- und MSS-System: 1 Streicher ab 5 Läufen, 2 ab 10, 3 ab 15 …; beim HMS-System ab 5, 11, 20 und 28 Läufen).

Beide Einstellungen gibt es beim Start der Regatta und unter „Regatta / Eigenschaften“. Änderungen wirken sich sofort auf den Punktestand aus.

9. Drucken während der Regatta

Ist ein Zieleinlauf eingegeben, wird es Zeit, die entsprechenden Papiere auszudrucken. Das kann von Hand erfolgen, oder das Programm druckt automatisch.

Von Hand: In jedem Fenster gibt es eine Schaltfläche mit einem Druckersymbol. Durch Navigieren zum entsprechenden Lauf bzw. zur Gruppe kann so auch im Nachhinein jeder beliebige Startaufruf und jedes Gruppenergebnis gedruckt werden.

Automatisch: Ein- und ausgeschaltet wird das automatische Drucken über den Menüpunkt „Bearbeiten / Einstellungen“. Das Programm druckt dann ohne Rückfrage nach jedem Zieleinlauf das Laufergebnis und nach jedem vollständigen Lauf die Startaufrufe aller Gruppen des nächsten Laufs sowie den Punktestand. Es kann durchaus sinnvoll sein, das automatische Drucken erst einzuschalten, wenn die Regatta gestartet ist und die ersten Läufe gefahren sind.

Weitere Ausdrucke:

  • Regattaübersicht: „Regatta / Eigenschaften“, Schaltfläche „Drucken“
  • Teilnehmerliste: „Regatta / Teilnehmer“, Schaltfläche „Drucken“
  • Laufübersicht (alle Teilnehmer mit den Ergebnissen jedes Laufs): „Läufe / Laufübersicht“, Schaltfläche „Drucken“
  • Endstand und Urkunden: siehe Abschnitt 10

Das Aussehen jedes Ausdrucks bestimmt ein Drucklayout (siehe Abschnitt 11).

Der im Druckerdialog oder unter „Datei / Druckereinrichtung“ gewählte Drucker bleibt für weitere Ausdrucke eingestellt, bis das Programm beendet wird. Auch das automatische Drucken verwendet diesen Drucker.

Ein Hinweis zur Wahl des Druckers: Da Regatten bei jeder Witterung stattfinden, sind Tintenstrahldrucker nicht unbedingt empfehlenswert, denn ihre Ausdrucke sind nicht wasserfest. Selbst der Versuch, die Aushänge gegen Nässe zu schützen, ist oft nicht von Erfolg gekrönt. Die Luftfeuchtigkeit setzt dem Papier zu, und die nassen Hände der Teilnehmer tun ihr Übriges, um die Tinte verlaufen zu lassen. Hier sind (einfache) Laserdrucker eindeutig überlegen.

10. Die Regatta abschließen: Endstand und Urkunden

Auch nach dem allerletzten Lauf legt das Programm einen weiteren Lauf an – es kann ja nicht wissen, dass die Regatta zu Ende ist. Diesen überzähligen Lauf mit „Läufe / Letzten Lauf löschen“ entfernen.

Dann werden die Ergebnislisten gedruckt. Das könnte man zwar in einem Fenster tun, das auf „Punktestand“ geschaltet ist. Aus Gründen des Druckbildes ist es jedoch sinnvoller, dazu den Menüpunkt „Datei / Endstand drucken“ zu benutzen. Das Programm verwendet dann ein eigenes Drucklayout, so dass der Endstand eine andere Erscheinungsform haben kann. Im Dialog wird gewählt, für wen (allgemeine Klasse, Junioren, alle Teilnehmer) und nach welcher Wertung (kompletter Endstand, Rangliste 1, Rangliste 2) gedruckt wird – auch mehreres zugleich, dann entsteht je ein eigener Ausdruck. Die Ranglisten funktionieren natürlich nur, wenn die Teilnehmer bei der Erfassung korrekt zugeordnet wurden.

Der Menüpunkt „Fenster / Urkunden“ zeigt die Urkunden am Bildschirm, eine je Teilnehmer in der Reihenfolge des Ergebnisses. Im Rahmen des Fensters wird gewählt, für wen und nach welcher Wertung; die Druckerschaltfläche druckt alle Urkunden der gewählten Auswahl. Werden vorgedruckte Urkunden verwendet, muss das Layout so eingerichtet sein, dass Name, Rang usw. genau an die freien Stellen der Urkunde gedruckt werden.

Mit „Datei / Exportieren“ lässt sich der Punktestand zusätzlich als HTML-Tabelle oder als Textdatei (z.B. für eine Tabellenkalkulation) speichern.

11. Drucklayouts

Das im Programm verwendete System für Ausdrucke beruht auf dem Prinzip Formular und Inhalt. Dem Programm werden Layout-Dateien (Endung .rep) zur Verfügung gestellt, in denen beschrieben ist, wie ein Ausdruck auszusehen hat und welche Informationen jeweils gedruckt werden sollen. Das Programm ergänzt dann die entsprechenden Informationen aus dem laufenden Zwischenstand und druckt die so entstandenen Seiten aus.

Die einzelnen Druckbereiche (und damit Layouts) sind:

  • Eigenschaften der Regatta
  • Teilnehmerliste
  • Punktestand (Zwischenstand)
  • Endstand
  • Startaufrufe (ist hier kein eigenes Layout eingestellt, wird das Layout für die Laufergebnisse verwendet)
  • Laufergebnisse
  • Laufübersicht
  • Urkunden

Ein Layout wird aktiviert, indem die entsprechende Layoutdatei im Dialog unter „Datei / Layouts“ ausgewählt wird. Es wird dann sofort bei allen folgenden Ausdrucken verwendet, ein Programmneustart ist nicht erforderlich. Im selben Dialog wird auch festgelegt, ob Punktestand, Teilnehmerliste und Laufergebnisse für alle Teilnehmer, für die allgemeine Klasse und/oder für die Junioren gedruckt werden. Die mitgelieferten Layouts liegen im Ordner Dokumente\Regatta\Layout.

Zur Bearbeitung der Layouts und zur Erstellung neuer Layouts gibt es den Layout-Editor LayoutEd, der zusammen mit Regatta installiert wird und eine eigene Hilfe hat. Es wird empfohlen, in den jeweiligen Bereichen von einem der mitgelieferten Layouts auszugehen und bei wesentlichen Änderungen unter einem neuen Dateinamen zu speichern.

Ein Layout setzt sich aus vier grundlegenden Bauteilen zusammen:

  • Texte: Das umfasst sowohl feste Texte als auch Texte, in die das Programm Daten aus dem laufenden Bewerb einfügt, zum Beispiel den Regattanamen, das aktuelle Datum oder die gesegelte Klasse.
  • Tabellen: Eine Tabelle besteht aus Spalten, wobei für jede Spalte festgelegt wird, welche Information in ihr ausgegeben wird. Jede Spalte kann individuell in der Breite verändert werden und eigene Einstellungen für Textausrichtung, Schriftart und Schriftgröße haben.
  • Bilder: Sie dienen hauptsächlich dazu, Logos oder dergleichen auf eine Seite einzubauen. Man sollte damit aber nicht allzu großzügig sein, denn große Bilder machen den Ausdruck langsamer.
  • Linien: Gedacht zur optischen Gliederung einer Seite, kommen sie eher selten zum Einsatz.

Wichtigste Arbeitspferde eines Layouts sind zweifellos Texte und Tabellen. In einem Text werden die vom Programm einzusetzenden Daten durch Schlüsselwörter in eckigen Klammern angegeben, die sogenannten Platzhalter, etwa [Titel] für den Namen der Regatta oder [Klasse]. Der Dialog zur Textbearbeitung in LayoutEd enthält eine Liste aller möglichen Platzhalter. In einem Text kann eine beliebige Kombination aus festem Text und Platzhaltern verwendet werden, zum Beispiel „Klasse: [Klasse]“.

Zu den Segelnummern: Für jeden Teilnehmer stehen in allen Ausdrucken beide Segelnummern (siehe Abschnitt 3) zur Verfügung, und das Layout entscheidet, welche es druckt. [Segel] ist immer die dem Segler zugewiesene Segelnummer, [Segel2] die bei dieser Veranstaltung benutzte – also die zweite Segelnummer, wenn eine eingetragen ist, sonst ebenfalls die zugewiesene. Die mitgelieferten Layouts verwenden [Segel] für Endstand, Urkunden und Laufübersicht und [Segel2] für alle anderen Ausdrucke. Achtung bei selbst angepassten Layouts aus älteren Programmversionen: Dort hatten die beiden Platzhalter je nach Ausdruck verschiedene Bedeutungen. Ein Startaufruf, Laufergebnis oder Punktestand mit [Segel] druckt jetzt die zugewiesene Nummer; soll dort die bei der Veranstaltung benutzte stehen, im Layout-Editor [Segel] durch [Segel2] ersetzen.

Bei der Erstellung eines Layouts ist es normalerweise notwendig, ein bisschen zu experimentieren und das Layout im Vorfeld einer Regatta anhand fiktiver Laufdaten zu testen (dazu eignen sich die mitinstallierten Beispielregatten). Bei allen Ausdrucken, die ausgehängt werden, sollte ein Rand für die Befestigung berücksichtigt werden. Bei den oft verwendeten Magnettafeln ist das normalerweise der obere und der untere Rand. Die Layoutelemente also nicht zu dicht an diese Ränder setzen.

Vorgedruckte Urkunden: Oft setzt das Programm nur noch an bestimmten Stellen die Informationen ein, normalerweise den Namen und die Platzierung. Bewährt hat sich folgendes Vorgehen: einen einzelnen Teilnehmer (den mit dem längsten Namen) auf Schmierpapier ausdrucken und diesen Ausdruck zusammen mit einer echten Urkunde gegen das Licht halten. Die Texte werden dann so lange in Schriftgröße und Position verändert, bis alles am richtigen Platz sitzt. Normalerweise geht das sehr schnell, nach vier bis fünf Probedrucken stimmen die Positionen. Man sollte dabei aber die Kirche im Dorf lassen: Es ist nicht notwendig, alles auf den Zehntelmillimeter genau zu platzieren. Zum einen bemerkt diesen „Fehler“ kein Mensch, zum anderen ziehen die wenigsten Drucker mehrere Blatt Papier immer exakt gleich ein, so dass schon wegen der mechanischen Toleranzen mehrere Urkunden nicht 100% gleich aussehen. Eine Erleichterung bietet LayoutEd mit den sogenannten Hilfsbildern: Die eingescannte Urkunde wird als Hilfsbild in den Hintergrund des Layouts gelegt, so dass die Texte schon am Bildschirm ungefähr an die richtige Stelle gesetzt werden können. Hilfsbilder werden nie mitgedruckt.

Noch ein paar Hinweise zu Urkunden:

  • Wenn möglich, sollte der Ersteller der Urkunde im Vordruck keinen Punkt hinter der Platzierung vorsehen. Es ist einfacher und optisch stimmiger, wenn dieser Punkt vom Programm per Layout eingefügt wird.
  • Man sollte sich klarmachen, wie die Vordrucke in den Drucker eingelegt werden müssen, damit tatsächlich die Bildseite bedruckt wird. Vor allem bei Laserdruckern ist die Papierorientierung beim Einzug aus einem Papierfach nicht unbedingt dieselbe wie beim Einzelblatteinzug.
  • Im Vorfeld einen Probedurchlauf machen, um zu sehen, ob und wie der Drucker mit dem meist schwereren Papier einer Urkunde zurechtkommt.
  • Das Layout immer mit dem Drucker abstimmen, auf dem die Urkunden später auch tatsächlich gedruckt werden. Jeder Drucker hat einen etwas anderen unbedruckbaren Rand, ein auf einem Drucker eingepasstes Layout kann auf einem anderen um einige Millimeter verschoben sein.

12. Zwischenstand im Internet veröffentlichen

Regatta kann den aktuellen Zwischenstand per FTP auf einen Webserver hochladen, so dass Teilnehmer und Zuschauer ihn im Internet verfolgen können: Teilnehmer, Punktestand, die nächsten Startaufrufe und alle Laufergebnisse.

Eingerichtet wird das unter „Online / FTP Einstellungen“ (Server, Benutzername, Passwort). Mit „automatischer Upload“ lädt das Programm nach jeder Änderung selbst hoch, sonst von Hand mit „Online / FTP Upload“. Hochgeladen werden Dateien im JSON-Format; damit daraus Webseiten werden, braucht es auf dem Server passende Seiten. Eine Beschreibung des Formats und fertige Beispielseiten liegen im Ordner Web der Regatta-Installation.

Voraussetzung ist selbstverständlich eine bestehende, funktionierende Verbindung ins Internet. Deren Einrichtung und Aufrechterhaltung ist nicht Bestandteil von Regatta, sondern erfolgt mit den Möglichkeiten des Betriebssystems. Wird dazu ein öffentlicher Zugangspunkt (Hotspot, WLAN) benutzt, ist zu beachten, dass dieser oft erst eine Bestätigung im Browser verlangt, etwa das Akzeptieren der Nutzungsbedingungen. Auch das ist nicht Bestandteil von Regatta: Am besten vor Beginn der Regatta im Browser eine beliebige Webseite aufrufen und so prüfen, ob die Verbindung wirklich besteht. Ist der Server nicht erreichbar, meldet Regatta das, an der Regatta selbst ändert sich dadurch nichts.

13. Einstellungen, Speichern und Ablageorte

Unter „Bearbeiten / Einstellungen“:

  • Zwischenstand automatisch sichern: Nach jeder Veränderung der Regatta speichert das Programm automatisch in die zugehörige Datei, so dass bei einem Rechnerabsturz der letzte Zwischenstand immer verfügbar bleibt. Die Einstellung ist nach der Installation eingeschaltet, und es gibt keinen wirklichen Grund, sie auszuschalten.
  • automatisch drucken: siehe Abschnitt 9
  • Gruppen beginnend mit ‚A‘ auffüllen: Geht die Teilnehmerzahl nicht gleichmäßig auf, erhalten die ersten Gruppen je einen Teilnehmer mehr, sonst die letzten.
  • Bezeichnungen der beiden Ranglisten, z.B. der Name einer Landesrangliste oder eines Cups

Von Hand gespeichert wird mit „Datei / Speichern“ bzw. „Datei / Speichern unter“. Kann die Datei nicht geschrieben werden – z.B. weil der USB-Stick abgezogen wurde –, meldet Regatta das mit Dateinamen und Ursache. Man kann es dann nochmals versuchen, unter einem anderen Namen speichern oder abbrechen; die Daten bleiben im Programm erhalten.

Ablageorte:

  • Regatten (.rgt): im Prinzip frei wählbar; empfohlen wird jedoch, der unter Windows üblichen Konvention zu folgen und sie unter Dokumente abzulegen, z.B. in Dokumente\Regatta\Daten
  • Drucklayouts (.rep): Dokumente\Regatta\Layout
  • Seglerdatenbank (SailDB.json): Dokumente\Regatta
  • Beispielregatten: Dokumente\Regatta\Daten

Layouts, Seglerdatenbank und Beispielregatten bleiben bei einer Deinstallation erhalten.

Ausführliche Informationen, z.B. zu den genauen Regeln der einzelnen Wertungssysteme und zur Gestaltung der Drucklayouts, stehen in der Hilfe des Programms (Menü „? / Hilfe“).

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